Das Betriebshandbuch ist das “Buch”, das dem wir erklären, wie ein Software-Produkt aus technischer Sicht (z.B. Sicherheit, Hardware, Netzwerk) funktioniert und beschreibt alle Aufgaben und Maßnahmen, die für den Betrieb eines IT-Systems notwendig sind. Der Begriff “Handbuch” drückt außerdem aus, dass es ein qualitätsgesichertes Ergebnisdokument der Produktentwicklung ist. Alternative bzw. eng verwandte Begriffe sind Notfallhandbuch, Handlungs- oder Arbeitsanweisungen.

Der Inhalt eines Betriebshandbuches umfasst Vorgaben zur Lieferung der Software, Anleitungen für die Vorbereitung und Durchführung der Installation der Software und Inbetriebnahme und Administration des Systems. Ein Betriebshandbuch beschreibt, wie Systemadministratoren Aufgaben und Maßnahmen zu welchem Zeitpunkt durchführen. Nicht zu vergessen sind die Sicherheitshinweise und Handlungsanweisung im Fall von Störungen zusammen mit der Information, welche Organisation im Unternehmen helfen kann.

Die wichtigsten Kriterien für den Inhalt eines Betriebshandbuchs sind:

Das Betriebshandbuch wird in Situationen verwendet, in denen Systemadministratoren bereits unter Druck sind. Bei der Einführung eines Produktes in die Produktion gibt es ein festes Zeitfenster, in dem die Aufgaben durchgeführt werden. Häufig verwenden die Systemadministratoren ein Drehbuch, in dem die Durchführung schrittweise mit Zeitpunkt und Person geplant wurde. So ein Drehbuch nutzt natürlich das Betriebshandbuch als Dokumentation. Die Qualität einer Einführung hängt damit ganz wesentlich von der Richtigkeit des Betriebshandbuches ab. Das gleiche gilt auch für Störungen in der Produktion. Nur wenn das Betriebshandbuch die richtigen Lösungen enthält, wird eine Entstörung schnell und sicher gelingen.

Vollständig ist ein Betriebshandbuch, wenn es alle Aufgaben der Systemadministratoren ausreichend genau erklärt. Dazu gehört auch eine angemessene Beschreibung und Erklärung der Fehlermöglichkeiten, der entsprechenden Fehlermeldungen sowie deren Vermeidung bzw. Behebung.

Besonders für den Fall der Analyse und Behebung einer Störung ist es ganz wichtig, dass ein Systemadministrator schnell die richtigen Informationen findet. Bei diesem Vorgang ist er bereits unter Druck, arbeitet vielleicht sogar außerhalb der üblichen Bürozeiten. Eine übersichtliche Struktur und intelligente Suchfunktionen sind daher wichtige Erfolgsfaktoren für den Systemadministrator.

Ein Betriebshandbuch ist dann verständlich, wenn ein Systemadministrator die richtig und vollständig und auch in übersichtlicher Form dargestellten Inhalte gut versteht. Die Beschreibungen orientieren sich dabei an der Sachkenntnis der Systemadministratoren.

Ob Betriebshandbücher für jedes System oder alternativ für die verschiedenen Aufgabenbereiche wie beispielsweise Netzwerkmanagement, Betrieb der Server oder einer Cloud, Datenbankverwaltung gesonderte Betriebshandbücher gepflegt werden, wird unternehmensspezifisch geregelt.


Wikipedia: Betriebshandbuch

In einem Betriebshandbuch (BHB) sind Maßnahmen beschrieben, die für den Betrieb […] eines IT-Systems im Sinne einer Anwendung […] notwendig sind. […] Im Gegensatz zur Gebrauchsanweisung, die für von Verbrauchern verwendete Produkte erstellt werden, wird der Begriff Betriebshandbuch vorwiegend für größere Anlagen und Systeme im kommerziellen Einsatz verwendet.


ITIL: Knowledge Management

ITIL Knowledge Management ist für das Erfassen, Analysieren, Speichern und Bereitstellen von Wissen und Informationen innerhalb der Organisation zuständig. Knowledge Management hat das primäre Ziel, Wissen effizient verfügbar zu machen, so dass es nicht mehr notwendig ist, einmal erworbenes Wissen aufwendig wiederzuerlangen.