Besser nicht genug als zu viel.
Sprichwort

Es gibt Projekte mit einem Füllhorn an Dokumentation. Unterstützt durch unternehmensweite Richtlinien und Vorgaben produzieren Projektmitarbeiter eine Vielzahl unterschiedlicher Dokumente. Zum Zeitpunkt der Erstellung sind diese Dokumente in den meisten Fällen zumindest hilfreich, z.B.

  • ein Änderungskonzept für den Auftraggeber, um den Auftrag und die Freigabe der Mittel für die Umsetzung zu bekommen.
  • eine technische Komponentenspezifikation in einer User-Story zur Unterstützung für Entwickler mit geringer Erfahrung.

Als Produktwissen sind diese Dokumente häufig nur sehr eingeschränkt oder gar nicht nutzbar. Änderungskonzepte können wir nur einmal verwenden, nach der Umsetzung sind sie für die Entwickler unbrauchbar. In vielen Fällen sind technische Konzepte einfach viel zu detailliert und werden mit dem ersten Refactoring weitestgehend ungültig. Auf eine Aktualisierung wird in den meisten Fällen verzichtet, weil selbst Entwickler mit geringer Erfahrung gelernt haben und ohne technisches Konzept programmieren (z.B. durch Pair- oder Mob-Programming).

Mit der Methode CARDS+ wollen wir klar zwischen dem Produktwissen und den unzähligen Dokumenten des Projektalltages  unterscheiden. Den Anspruch auf hohe Qualität erheben wir nur für Inhalte, für die es Bausteine im Wiki gibt. Alle anderen Dokumente nutzen wir, solange sie für uns hilfreich sind. Danach können sie ins Archiv oder in den Papierkorb.