Der Reise-Butler ist die Smartphone-App für den wissbegierigen Reisenden und Fallbeispiel für die Methode CARDS+.


Um das erste und alle folgenden Produktinkremente zu sichern, muss das Team eine Lösung für die Erstellung einer Baseline schaffen. Moritz wird sich um eine Lösung für die Baseline der Produktdokumentation kümmern. Ein Versionskonzept muss sicherstellen, dass Code, alle Testfälle und die Dokumentation ein komplettes Produktinkrement bilden.

Ein Produktinkrement ist wird mit einer Baseline klar definiert und umfasst Code, Unit- und Fitnesse-Tests im Git-Repository und eine angemessene Dokumentation im Wiki.

Mit gemeinsam definierten Inkrementen wollen sie eine Product-Roadmap bis zum Projektende aufbauen. Jedes Produktinkrement hat einen minimalen Umfang, der auf jeden Fall erreicht werden muss. Der Umfang des Produktinkrements wird durch eine Menge von Cases in Confluence definiert. Das bringt den Studenten den Vorteil, dass sie ihrer Pflicht für die formale Dokumentation im Rahmen des SE-Projektes der TU nachkommen.

Sollte sich im positiven Fall herausstellen, dass der minimale Umfang schneller realisiert wird, als in der Roadmap geschätzt, dann darf das Team selbstorganisiert weitere Cases hinzunehmen, die auf das Produktinkrement und das damit verbundene Ziel einzahlen. So will Moritz Raum für Kreativität schaffen.

Tritt jedoch der negative Fall ein, dass ein Produktinkrement nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt in der geforderten Qualität fertig ist, dann wird die Roadmap angepasst. Da die Dauer des Projektes fix und nicht änderbar ist, muss der Umfang eines Produktinkrements geändert werden. Das muss aber nicht zwingend das nächste betreffen. Auch weiter in der Zukunft liegende Produktinkremente können reduziert werden.

Moritz übernimmt die Aufgabe, Vorschläge für weitere Produktinkremente und ihre Ziele zu machen, die sie dann im nächsten Weekly abstimmen und in eine sinnvolle Reihenfolge bringen wollen. Die Produktinkremente möchte Moritz ganz einfach fortlaufend nummerieren.

« Nummern sind uncool », findet Tim. “Warum nicht wie bei Android Süßkram?”.

Offensichtlich finden alle Studenten die Nummerierung nicht so gut. Weitere Vorschläge sind Namen von Superhelden aus dem Marvel-Universum, Haustiere, Berge, Städte oder Vornamen. Am Ende einigen sie sich auf Farben, weil sie die in Trello einstellen können.

Die Produktinkremente müssen außerdem geschätzt werden, damit Moritz als Auftraggeber und die TU als Auftragnehmer durch einen Vertrag feststellen können, wie viele Produktinkremente im Verlauf dieses SE-Projektes mindestens realisiert werden. Die Umsetzung der vertraglich fixierten Produktinkremente wirkt sich auf die Beurteilung der Leistung der Studenten aus. Die Schätzung wird mit Sicherheit schwierig, das ist allen klar. Die Vorgaben durch das SE-Projekt lassen hier aber leider keinen Spielraum. Diese Aufgabe wird sie noch eine Weile begleiten.

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