Der Reise-Butler ist die Smartphone-App für den wissbegierigen Reisenden und Fallbeispiel für die Methode CARDS+.


Schneller als erwartet bekommt Moritz eine Chance, seine Idee zu präsentieren. Sein Arbeitgeber nutzt eine Initiative der Universität Darmstadt. Unter dem Titel “Software Engineering Project” (kurz SE-Projekt) kann eine Firma in der Region ein reales Software-Projekt durchführen. Studenten bilden ein Team aus fünf bis acht Kommilitonen für die Dauer eines Semesters. Sie setzen modernste Methoden und Werkzeuge ein.

Software-Engineering-Projekt

Projektteams mit ca. 6 Studierenden in der Vertiefungsphase ihres Studiums bearbeiten jeweils eine Aufgabe hochschulexterner Auftraggeber im Umfang von etwa 1500 – 1800 h. Das Projekt wird innerhalb eines Zeitraums von einem halben Jahr durchgeführt. Für einen erfolgreichen Projektabschluss ist ein regelmäßiger Kontakt zwischen dem Auftraggeber und dem Projektteam erforderlich. Die Anforderungen an die zu entwickelnde Software werden vom Auftraggeber bestimmt, während die methodische Betreuung und Qualitätssicherung von dem Fachgebiet Softwaretechnik gewährleistet wird. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, den Studierenden Erfahrungen bei der Durchführung eines authentischen Softwareprojekts zu ermöglichen. Der enge Kontakt mit Experten aus der Praxis sowie der Einsatz moderner Methoden und Werkzeuge bilden die Grundlage.

Weiterlesen auf tu-darmstadt.de

Moritz’ Chefin Verena möchte in diesem Jahr auf jeden Fall ein Projekt anbieten.

« Wenn wir die Zusage der Förderung für unser Forschungsprojekt bis August bekommen, könnten wir ein nettes agiles Projekt für die Studenten anbieten. Was meinst du? », fragt Verena.

« Ja, ich finde, wir sollten ein SE-Projekt anbieten. Der Aufwand für die Vorbereitung scheint ja im Rahmen zu bleiben. », antwortet Moritz vorsichtig.

Verena überlegt. Moritz nutzt die Pause und ergänzt: « Alternativ zum Forschungsprojekt hätte ich noch eine andere Idee. » Er erklärt ihr den Reise-Butler, zeigt ihr den aktuellen Stand der Systembeschreibung im Wiki. Schnell entsteht ein Gespräch über den Umfang des SE-Projektes, über die Chancen der App, die Randbedingungen und Qualitätsanforderungen.

« Wir beschränken uns auf Android. Den Fokus legen wir auf die Benutzererfahrung in der App. Fahrpläne, Echtzeitdaten und Informationen werden in einem Backend simuliert. Reisedaten muss der Nutzer manuell eingeben.” »,schlägt Moritz vor.

« Die App muss einfach und schnell zu bedienen sein. », ergänzt Verena und zeigt sich durchaus beeindruckt von der Idee.

Moritz schlägt ihr vor, dass er die bereits vorhandene Systembeschreibung für den Reise-Butler verwendet, um einen Einseiter für die Bewerbung als SE-Projekt zu erstellen. Der Einseiter muss gut sein, damit sich Studenten für das Thema interessieren, und einen Ausblick auf die geplanten Technologien geben. Denn ein Projekt Reise-Butler wird nur dann zustandekommen, wenn sich mindestens fünf Studenten melden.

Zuletzt veröffentlichte Beiträge: