Der Reise-Butler ist die Smartphone-App für den wissbegierigen Reisenden und Fallbeispiel für die Methode CARDS+.


Im nächsten Schritt will sich Moritz über die Ziele und Grenzen des Reise-Butlers Gedanken machen. Die groben Ziele waren schon mit seiner ersten Idee klar. In der Zwischenzeit hat er sich auch im Internet umgesehen. Die Deutsche Bahn beispielsweise bietet mit dem Reiseplan einen Dienst für Reisende an. Dort gibt es zwei Wege zum Reiseplan: Offline als Reiseplan zum Ausdrucken oder online als digitalen Reiseplan für Tablet oder Smartphone. Viele andere Verkehrsunternehmen haben vergleichbare Angebote. Wichtig ist Moritz, dass der Reise-Butler nicht die bereits bestehenden Angebote kopiert. Mit der Systembeschreibung gibt er einen ersten ganz groben Überblick über den Umfang des Reise-Butlers.

Ein Klick auf einen blauen Text öffnet die entsprechende Seite im Glossar oder eines der vier Übersichtsseiten Assistenz, Reisewissen, Fahrtwissen und Fahrplan.

Die Methode CARDS+ schlägt vor, die Grenzen des Produktes durch Beschreibungen mit dem Baustein Topic abzustecken. Ein Topic beschreibt dabei ein Aufgabengebiet für das Produkt. Aus den Zielen des Reise-Butlers ergeben sich für Moritz drei offensichtliche Aufgabengebiete: Assistenz, Fahrt- und Reisewissen. Fahrplan ergänzt er, um die Aspekte Plan und Realität einer Reise zu trennen. Im Abschnitt Motivation erklärt Moritz die Bedeutung des Aufgabengebiets für den Reise-Butler. Die Beschreibung verfasst er im Stil einer “management summary”, wie wir es auch aus klassischen Fachkonzepten kennen. Im Abschnitt Überblick sammelt er relevante Ergebnisse aus seiner Recherche.

Das Wiki hilft Moritz, seine Kreativität effizient zu nutzen und Ordnung in seine Gedanken zu bringen. Die Kommentarfunktion nutzt er, um Links aus seiner Recherche für sich zu sichern. Das Ergebnis wird er nutzen, um Werbung bei seinem Arbeitgeber für die Produktidee zu machen, mit dem Ziel, ein Projekt für die Software-Entwicklung mit Scrum zu starten. Die Topics sieht er als eine Art Stoffsammlung, als Argumentationshilfe für die Vermarktung des Produkts.

Die für die Erarbeitung aufgewendete Zeit und Energie ist gut investiert. Ein Product-Owner nutzt später die Topics bei der Bewertung, ob eine neue Anforderung grundsätzlich zu den Zielen des Reise-Butlers passen. Für das Scrum-Team zeigen die Topics den großen Zusammenhang, das “big picture” des Reise-Butlers. Neue Mitarbeiter bekommen so schnell einen umfassenden Eindruck vom Produkt, ohne sie mit Details zu überfordern.

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