Der Reise-Butler ist die Smartphone-App für den wissbegierigen Reisenden und Fallbeispiel für die Methode CARDS+.


Moritz sitzt in der Bahn und sieht aus dem Fenster. Er hat gerade keine Lust, sich mit etwas Sinnvollem zu beschäftigen. Schlafen geht auch nicht, weil er einfach nicht müde genug ist. Außerdem ist es im Großraumwagen zu hell und zu laut. Sein Blick schweift in die Ferne und bleibt an einem seltsamen Gebäude hängen.

« Welchen Zweck hat dieses Gebäude? », denkt er sich.

Einen Moment später ist es durch eine bewaldete Hügelkette verdeckt. Weil er eh gerade nichts besseres zu tun hat, nimmt er sein Smartphone in die Hand. Er will herausfinden, was das für ein Gebäude ist.

« Welchen Begriff soll ich eingeben? », überlegt er.

Kino, Einkaufszentrum, Museum, er hat ja keine Ahnung, wozu dieses seltsame Gebäude verwendet wird. Die Suche nach “seltsames Gebäude Frankfurt” bringt wenig überraschend keine wirklich nützliche Erkenntnis. Er beschließt, Google Maps zu verwenden, um das Gebäude zu finden. Im Reiseplan, der im Zug für Reisende verteilt wird, kann er nachlesen, dass er sich gerade irgendwo zwischen Frankfurt und Fulda befindet. Aber auch das hilft nicht wirklich. Recht schnell verliert er das Interesse an der Suche.

« Pah, echt umständlich und anstrengend, diese Sucherei im Internet », ärgert er sich und legt das Smartphone zur Seite.

Völlig vergessen kann Moritz diesen Vorfall nicht. Es ist ja auch nicht zum ersten Mal, dass er sich während einer längeren Fahrt mit dem Zug oder Auto fragt, welche spannenden Dinge da an ihm vorbeiziehen. Eines Abends sitzt er alleine in seinem Hotelzimmer. Da fällt ihm die Geschichte mit dem seltsamen Gebäude wieder ein. Er schnappt sich sein Tablet und gibt “android app berg kirche poi erkennen”.

Der erste Treffer in seiner persönlichen Suchblase ist ein Beitrag über die Smartphone-App “Peak.AR”. Das Tiroler Bildungsservice erwähnt in seinem Beitrag noch weitere ähnlich gelagerte Apps.

Du startest die App und hältst die Kamera des Smartphones auf den gewünschten Berg. Dank GPS, Magnetometer und Erkennung der Umrisse erscheint am Bildschirm sogleich ein Live-Bild mit den Namen der Gipfel. Angereichert wird dies mit der Höhe des Berges, den GPS-Koordinaten, der Himmelsrichtung sowie der Entfernung zum Gipfel.

Weiterlesen auf salzburgresearch.at

Die kostenlose App von Salzburg Research gibt es nur für Android.

Der Berg ruft! Mehr Berge kennen als jeder Bergler? PeakFinder machts möglich. Die App zeigt von jedem beliebigen Ort ein 360° Panorama mit den Namen aller Berge. Und dies funktioniert komplett offline – weltweit! PeakFinder kennt mehr als 300’000 Berge – vom Mount Everest bis zum Hügel um die Ecke.

Weiterlesen auf peakfinder.org

Die kostenpflichtige App von Fabio Soldati gibt es für iPhone und Android.

Am Ende von Moritzs Recherche ist klar, dass es offensichtlich noch keine App gibt, die sein konkretes Problem löst. Er bekommt aber den Eindruck, dass es die technischen Möglichkeiten wie GPS und weitere Sensoren im Smartphone und die notwendigen Daten bei Google, Wikipedia oder Facebook gibt, um eine App zu realisieren. Die Idee zum “Reise-Butler” ist geboren.

Zuletzt veröffentlichte Beiträge: