CARDS+

Category: Prozesse

360-Grad-Feedback für die Dokumentation

Eher zufällig bin ich auf den Begriff 360-Grad-Feedback gestoßen. Wikipedia beschreibt es als Methode zur Einschätzung der Kompetenzen und Leistungen von Fach- und Führungskräften aus unterschiedlichen Perspektiven wie zum Beispiel aus dem Blickwinkel der Mitarbeiter, der Vorgesetzten, der Kollegen, Teammitglieder oder Kunden. Die größere Objektivität dieser Methode kommt dadurch zustande, dass eine Person sich selbst bewertet (Selbstbild) und gleichzeitig aus verschiedenen Perspektiven beobachtet und eingeschätzt wird (Fremdbilder).

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Qualität sichtbar machen

In einem Vortrag über Herausforderungen und Ergebnisqualität der Pflege im Gesundheitswesen des 21. Jahrhundert war das Motto «Gutes tun und es gut tun». Die Autorin hat gleich zu Beginn ein paar sehr gute Fragen gestellt, die ich für die Methode CARDS+ und für die Frage der Autoren nach der Qualität einer Produktdokumentation adaptieren konnte:

  1. Wie wissen wir, dass wir es «gut tun»?
  2. Wissen alle Entwickler und Tester im Projekt, dass wir es «gut tun»?
  3. Weiß die Betriebsorganisation, dass wir es «gut tun»?
  4. Wissen die Stakeholder und Nutzer, dass wir es «gut tun»?

Die Antwort bei Punkt 1 ist noch leicht zu beantworten. Im agilen Umfeld, speziell bei Scrum, gibt es die sogenannte «prime directive»:

Regardless of what we discover, we understand and truly believe that everyone did the best job they could, given what they knew at the time, their skills and abilities, the resources available, and the situation at hand.
Norman L. Kerth

Punkt 1 ist unser Ziel und wir glauben fest daran, dass jeder sein bestes dazu tut. Schaffen wir es, alle Personengruppen als Leser unserer Produktdokumentation zu gewinnen, dann können wir jede Frage mit einem klaren Ja beantworten.

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Qualität ist Kopfsache

Ein ganz wesentliches Ziel der Methode CARDS+ ist die Qualität der Inhalte. Prinzipien und Praktiken der Methode sollen unter anderem Autoren die Pflege einer Produktdokumentation im Wiki so einfach wie möglich machen. Die wohl wichtigsten Leitsätze sind:

  • Erfasse jede Information nur an einer Stelle im Wiki.
  • Erfasse nur jene Information, für die es Leser gibt.
  • Erfasse keine Information im Wiki, die an einer anderen Stelle bereits ausreichend beschrieben wurde.
  • Lass jede Änderung mindestens einmal prüfen.
  • Ignoriere keinen Fehler.

Beachten wir sie nicht, ist es sehr wahrscheinlich, dass Inhalte im Wiki sprichwörtlich verderben. Das Schlimme an den verdorbenen Dokumenten ist, dass wir sie niemals sofort erkennen.

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Qualität braucht Kompetenz und Verantwortung

“Code smells”, sagte Kent Beck. Bei übel riechendem Code handelt es sich allgemein um Code, der einer gemeinsamen Vorstellungen von guter und lesbarer Programmierung nicht entspricht. Gleiches gilt auch für Texte einer Produktdokumentation im Wiki. Sie brauchen eine Struktur. Kein Scrum-Team braucht literarisch wertvolle Werke. Texte werden von ihnen genutzt, um ein technisches System zu entwerfen und bauen. Wortwiederholungen sind auf jeden Fall gewünscht, Begriffe werden immer gleich benutzt, Doppeldeutigkeiten vermieden.

Ein Wiki ist ein Werkzeug, mit dem die Dokumentation für ein Software-Produkt schnell und sicher erstellt werden kann. Die Methode CARDS+ stellt sicher, dass diese Dokumentation in hoher Qualität dauerhaft erhalten bleibt. Sowohl Werkzeug als auch Dokumentation müssen gepflegt werden. Ein Gärtner ist eine Person, die dafür Verantwortung übernimmt.

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Inkrementell schätzen

Scrum ist eine agile Methode. Sie beinhaltet auch Planung. Statt ausführlicher und umfangreicher Planung zu Beginn eines Projekts werden das schrittweise Planen sowie die schnelle Abstimmung im Team gesucht. Mit einer Product-Roadmap legt der Product-Owner seine Ziele für das Produkt fest. Im Unterschied zu phasenorientierten Vorgehensweisen ist aber der Planungshorizont für eine detaillierte Planung kleiner. Der Product-Owner plant mit Hilfe seines Product-Backlog mindestens zwei bis drei Sprints im voraus. Das Entwicklungsteam plant seinen nächsten Sprint.

Jede Art der Planung erfordert immer eine Abschätzung der Aufgaben hinsichtlich Komplexität und Machbarkeit im Rahmen des Projektes.

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Wissen wird transformiert

Der Begriff Transformation geistert schon lange durch die Welt der IT. Digitale Transformation ist ein Schlagwort für die ganze Branche. Ich möchte mich aber mit einer Form der Transformation beschäftigen, die ganz sicher nicht neu ist: Die Transformation von Wissen in Software. Dabei geht es mir diesmal nicht um die Frage, wie solches Wissen strukturiert erfasst wird oder wie der Prozess der Transformation – die agile Software-Entwicklung – abläuft. Ich beschäftige mich mit dem Problem, dass diese Transformation von Wissen in Software ganz offensichtlich Redundanzen schafft.

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CARDS+ passt zu agiler Entwicklung

Das Ziel agiler Entwicklung ist es, den Entwicklungsprozess flexibler und schlanker zu machen, als das bei den klassischen Vorgehensmodellen der Fall ist. Man möchte sich mehr auf die zu erreichenden Ziele konzentrieren und auf technische und soziale Probleme bei der Entwicklung eingehen.

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Wir sind agil!

Das Manifest für agile Softwareentwicklung legt in Punkt 2 ganz klar den Fokus auf funktionierende Software. In manchen Projekten wird dieser Wert ganz gern als Argument verwendet, dass in agilen Projekten nichts mehr dokumentiert werden muss. Das ist so nicht haltbar, weil das Manifest jeden Wert als Ganzes schätzt, nur halt die linke Seite höher als die rechte.

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