CARDS+

Category: Prozesse (page 1 of 2)

Feedback einfach so

Agile Entwicklungsmethoden haben sich aus der Erkenntnis entwickelt, dass sich Anforderungen für ein Produkt nie so exakt spezifizieren lassen, dass kein Spielraum für Interpretationen bleibt. Die Welt dreht sich während der Realisierung weiter. Was heute eine gute Idee ist, kann morgen schon ein alter Hut sein. Methoden wie Scrum setzen darum auf Feedback.

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Feedback durch Provokation

In der Software-Entwicklung arbeiten Menschen sehr intensiv zusammen. Über kurz oder lang entstehen in jedem Team Konflikte. Provozierte Konflikte sollten allerdings die Ausnahme sein. Provokation ist sehr häufig negativ belegt, man spricht von bewusstem oder unbewusstem Fehlverhalten und sozialer Inkompetenz. „provokare“ heißt „hervorrufen“, d.h. Provokation macht aufmerksam. Eine Provokation ist dann erfolgreich, wenn der Provozierte zu einer Reaktion genötigt worden ist. In diesem Beitrag möchte ich zeigen, wie die Veröffentlichung von Wissen in einem Wiki als eine Art Provokation einen positiven Effekt auf die Qualität einer Produktdokumentation erzielen kann.

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360-Grad-Feedback für die Dokumentation

Eher zufällig bin ich auf den Begriff 360-Grad-Feedback gestoßen. Wikipedia beschreibt es als Methode zur Einschätzung der Kompetenzen und Leistungen von Fach- und Führungskräften aus unterschiedlichen Perspektiven wie zum Beispiel aus dem Blickwinkel der Mitarbeiter, der Vorgesetzten, der Kollegen, Teammitglieder oder Kunden. Die größere Objektivität dieser Methode kommt dadurch zustande, dass eine Person sich selbst bewertet (Selbstbild) und gleichzeitig aus verschiedenen Perspektiven beobachtet und eingeschätzt wird (Fremdbilder).

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Qualität sichtbar machen

In einem Vortrag über Herausforderungen und Ergebnisqualität der Pflege im Gesundheitswesen des 21. Jahrhundert war das Motto «Gutes tun und es gut tun». Die Autorin hat gleich zu Beginn ein paar sehr gute Fragen gestellt, die ich für die Methode CARDS+ und für die Frage der Autoren nach der Qualität einer Produktdokumentation adaptieren konnte:

  1. Wie wissen wir, dass wir es «gut tun»?
  2. Wissen alle Entwickler und Tester im Projekt, dass wir es «gut tun»?
  3. Weiß die Betriebsorganisation, dass wir es «gut tun»?
  4. Wissen die Stakeholder und Nutzer, dass wir es «gut tun»?

Die Antwort bei Punkt 1 ist noch leicht zu beantworten. Im agilen Umfeld, speziell bei Scrum, gibt es die sogenannte «prime directive»:

Regardless of what we discover, we understand and truly believe that everyone did the best job they could, given what they knew at the time, their skills and abilities, the resources available, and the situation at hand.
Norman L. Kerth

Punkt 1 ist unser Ziel und wir glauben fest daran, dass jeder sein bestes dazu tut. Schaffen wir es, alle Personengruppen als Leser unserer Produktdokumentation zu gewinnen, dann können wir jede Frage mit einem klaren Ja beantworten.

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Qualität ist Kopfsache

Ein ganz wesentliches Ziel der Methode CARDS+ ist die Qualität der Inhalte. Prinzipien und Praktiken der Methode sollen unter anderem Autoren die Pflege einer Produktdokumentation im Wiki so einfach wie möglich machen. Die wohl wichtigsten Leitsätze sind:

  • Erfasse jede Information nur an einer Stelle im Wiki.
  • Erfasse nur jene Information, für die es Leser gibt.
  • Erfasse keine Information im Wiki, die an einer anderen Stelle bereits ausreichend beschrieben wurde.
  • Lass jede Änderung mindestens einmal prüfen.
  • Ignoriere keinen Fehler.

Beachten wir sie nicht, ist es sehr wahrscheinlich, dass Inhalte im Wiki sprichwörtlich verderben. Das Schlimme an den verdorbenen Dokumenten ist, dass wir sie niemals sofort erkennen.

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Qualität braucht Kompetenz und Verantwortung

“Code smells”, sagte Kent Beck. Bei übel riechendem Code handelt es sich allgemein um Code, der einer gemeinsamen Vorstellungen von guter und lesbarer Programmierung nicht entspricht. Gleiches gilt auch für Texte einer Produktdokumentation im Wiki. Sie brauchen eine Struktur. Kein Scrum-Team braucht literarisch wertvolle Werke. Texte werden von ihnen genutzt, um ein technisches System zu entwerfen und bauen. Wortwiederholungen sind auf jeden Fall gewünscht, Begriffe werden immer gleich benutzt, Doppeldeutigkeiten vermieden.

Ein Wiki ist ein Werkzeug, mit dem die Dokumentation für ein Software-Produkt schnell und sicher erstellt werden kann. Die Methode CARDS+ stellt sicher, dass diese Dokumentation in hoher Qualität dauerhaft erhalten bleibt. Sowohl Werkzeug als auch Dokumentation müssen gepflegt werden. Ein Gärtner ist eine Person, die dafür Verantwortung übernimmt.

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