CARDS+

Month: April 2016 (page 1 of 2)

Was beschreibt der Baustein Domain?

Software hat immer eine Struktur, unabhängig vom Architekturstil. Sind es bei monolithischen Systemen noch Schichten und Module, reden wir bei service- oder nachrichten-orientierten Systemen ganz allgemein von Diensten. Ein Dienst hat öffentliche Schnittstellen und eine Aufgabe. Schichten und Module werden zu Details der Implementierung eines Dienstes. Beim Domain-Driven Design (kurz DDD) nutzen wir den Begriff Module, um Ordnung und Übersichtlichkeit in ein Modell zu bringen. Ein weiterer Treiber für eine Struktur ist die Verwaltung von Code. Wir organisieren Code in Build-Projekten (z.B. mit gradle oder maven) und speichern Versionen davon in einem Code-Repository (z.B. git).

Kurz gesagt, es gibt eine ganze Reihe von Konzepten und Ansätzen, mit der wir eine Software strukturieren können. Ziel ist immer, die Komplexität der Software in den Griff zu bekommen, einen Überblick zu behalten.

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Was beschreibt der Baustein Entity?

Unabhängig vom Architekturstil gibt es in jedem System Fachklassen bzw. ganz allgemein Informationsobjekte. Diese Objekte sind Datenspeicher (“etwas, das existiert”) oder repräsentieren einen aktuellen Zustand im System. Ein Informationsobjekt ist häufig mit einer Identität verbunden. Jede Software hat zum Ziel, Probleme innerhalb eines Fachgebiets – der Domäne – für ihre Nutzer zu lösen. Beim Domain-Driven Design (kurz DDD) geht es nicht nur um die technische Umsetzung, sondern auch um unsere Denkweise beim Entwurf des Systems. DDD zusammen mit CARDS+ eröffnet weitere Optionen. Informationsobjekte (Entity und Aggregate) aus dem DDD sind eine ideale Ergänzung zum entsprechenden Begriff im Glossar. Das ist immens wichtig für die Bildung eines gemeinsamen Vokabulars im Projekt. Die gemeinsame Sprache ist ein wichtiges Ziel von CARDS+ und DDD.

Spannend ist noch die Frage, ob wir bei der Implementierung des Domänenmodells die Begriffe ins Englische (der lingua franca der Entwickler) übersetzen sollen. Meine persönliche Empfehlung ist, keinen Begriff der Domäne zu übersetzen. Eine Übersetzung ins Englische widerspricht der Idee, dass Entwickler und Domänenexperten die selbe Sprache sprechen.

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The minimum viable product is that version of a new product which allows a team to collect the maximum amount of validated learning about customers with the least effort.
Eric Ries

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Was beschreibt der Baustein Event?

Das reaktive Manifest ist der Versuch, die Werte für einen Architekturstil zu definieren, der das Ziel verfolgt, robuste, fehlertolerante und gut skalierbare Systeme zu schaffen. Nachrichten-orientierte Kommunikation zwischen den Diensten ist ein weiteres wichtiges Ziel dieses Architekturstils. Viele dieser Ziele erreichen wir durch die Nutzung moderner Technologien für die Nachrichtenverteilung, z.B. Kafka oder RabbitMQ, und Nachrichtenverarbeitung, z.B. Storm oder Flink.

Nachrichten sind ein wesentlicher Bestandteil der Schnittstelle solcher Dienste. Wie bei jeder anderen Schnittstelle machen wir uns vor der Entwicklung Gedanken, wie wir sie gestalten, technisch und fachlich. Bei Nachrichten legen wir fest, welche Eigenschaften so eine Nachricht hat. Nachrichten nutzen wir, um einen aktuellen Zustand oder eine Veränderung eines Zustandes zu melden. Nachrichten werden gruppiert (z.B. nach Ort oder Zeit), können zu größeren Nachrichten aggregiert oder in viele kleine Nachrichten zerlegt werden. Manche Nachrichten haben eine Gültigkeit und werden verworfen, wenn sie veraltet sind.

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A monolith is often a good sacrificial architecture, with microservices introduced later to gradually pull it apart.
Martin Fowler

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Microservice architectures can lead to easier to change, more maintainable systems which can be more secure, more scalable and stable than previous designs.
Sam Newman

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Microservices are a self-contained and easily understandable realization of domain logic, highly independent of each other.
Adam Bien

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The microservice architectural style is an approach to developing a single application as a suite of small services, each running in its own process and communicating with lightweight mechanisms.
Martin Fowler

Was beschreibt der Baustein Service?

Lange Zeit haben wir große monolithische Systeme gebaut. Auch wenn der Ruf dieses Architekturstils nicht mehr der Beste ist, funktionieren manche diese Systeme doch seit vielen Jahren und erfüllen ihre Aufgabe zur vollen Zufriedenheit der Nutzer. Mit der Idee eines Microservice hat sich ein neuer Ansatz durchgesetzt. Dieser Architekturstil wird oft als Nachfolger der service-orientierten Architektur (kurz SOA) bezeichnet. Beide Architekturstile führen zu verteilten Systemen. Ein System aus vielen verschiedenen Microservices zusammenzustellen eröffnet vor allem hinsichtlich Robustheit und Skalierbar völlig neue Optionen. Microservices haben den großen Vorteil, dass es mit Technologien wie Spring Boot, Ratpack oder Dropwizard möglich ist, leichtgewichtige Lösungen zu bauen. Im reaktiven Manifest wird ein nachrichten-orientierter Architekturstil definiert, der ideal zu den Technologien aus dem Apache-Universum passt. Verteilte Verarbeitung von Datenströmen quasi in Echtzeit ist mit Storm, Spark oder Flink in Verbindung mit Kafka realisierbar.

Unabhängig vom Architekturstil besteht jedes System aus Diensten. Ein Microservice ist ein ein Dienst. In einem nachrichten-orientierten System mit Storm ist eine Topologie ein Dienst. Aber auch in monolithischen Systemen lassen sich Dienste identifizieren und realisieren.

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Der “last responsible moment” ist der richtige Zeitpunkt für eine Entscheidung. Er ist so spät wie möglich, aber so früh wie nötig.

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